Indirekte und Stellvertretende Traumatisierung / Vicarious traumatization

Menschen, die in ihrer Familie, in ihrem Beziehungsgeflecht, in einer Institution mit stationärer Unterbringung, als pädagogische Fachkraft, als Therapeut*innen und Berater*innen mit Traumatisierten in einer engen professionellen oder persönlichen Beziehung stehen, können dieselben Symptome entwickeln wie diejenigen Menschen, die das Trauma primär erlebt haben.

Berufsgruppen wie Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte, Bundeswehr, medizinisches Fachpersonal ebenso wie Menschen, die in der internationalen Zusammenarbeit in Kriegs- und Krisenregionen tätig sind, sind immer wieder mit Menschen konfrontiert, die lebensbedrohliche Unfälle, Verlust, Gewalt und Folter überlebt haben. Bleiben ihre Eindrücke unverarbeitet, können sich auch bei ihnen traumatische Stressmuster entwickeln.

Was hilft?

  • Professionell geführte Entlastungsgespräche (Debriefing)
  • (Regelmäßige) Supervision, um u. a. Übertragungsphänomene und Belastungen zu reflektieren