Resilienz

Ich widerspreche einem Resilienzverständnis, das der neoliberalen Logik der Selbstoptimierung folgt. Vielmehr verstehe ich Resilienz als Widerstandskraft, die als Ergebnis von Widerständigkeit, sei diese individuell oder gemeinschaftlich, erworben wird.

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit von Menschen, Lebenskrisen zu meistern, wenn sie auf die vorhandenen Ressourcen und sozialen Fähigkeiten zurückgreifen können. Zum Beispiel können sicher gebundene Kinder Entwicklungskrisen besser wegstecken als Kinder, die wenig Sicherheit durch elterliche Beziehungen erfahren.

Auch Organisationen und Institutionen haben eine Resilienzfähigkeit, und auch dort kommt sie besonders bei der Überwindung von Herausforderungen und in der Bewältigung von Veränderungsprozessen zum Tragen.